Zöliakie-Diät bzw. glutenfreie Diät

Zöliakie ist eine chronische Erkrankung, die bei entsprechender Bereitschaft durch den Genuss glutenhaltiger Speisen ausgelöst wird. Gluten ist das Klebereiweiß, das im Weizen, Roggen, Gerste und Hafer sowie deren Abstammungen und Kreuzungen enthalten ist und sehr gute Back- sowie Bindeeigenschaften hat. Mais, Buchweizen und Reis sind ohne Zusätze kaum backfähig, es gibt aber viele glutenfreie Mehlmischungen im Handel, die sehr gute Back- und Bindeeigenschaften besitzen.

Die einzige Behandlung der Zöliakie ist die glutenfreie Diät, die lebenslang eingehalten werden muss. Daher ist die richtige Diagnose besonders wichtig.

Über Diagnose, Vertrauensärzte und Kontrolluntersuchungen informiert die Österreichische Arbeitsgemeinschaft Zöliakie – siehe

http://www.zoeliakie.or.at/

Die Häufigkeit der Zöliakie wird mit 1% in der Bevölkerung angenommen.

Zöliakie kann der Arzt bei sehr jungen Kindern erst dann feststellen, nachdem einige Wochen glutenhaltige Zusatzkost gefüttert wurde. Zöliakie kann in jedem Lebensalter auftreten, die Symptome können sehr vielfältig sein wie z.B. Krankheitsgefühl, Müdigkeit, Blähungen, abnorme Stühle, Bauchbeschwerden bis hin zu Eisenmangelanämie, Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Knochenerkrankungen. Manche Zöliakie-Betroffene haben überhaupt keine Symptome, trotzdem ist die Dünndarmschleimhaut in charakteristischer Weise verändert: Die Dünndarmzotten, unzählige kleine Vorwölbungen der Schleimhautoberfläche, verschwinden weitgehend. Dadurch ist die Aufnahme von Nährstoffen gestört. Dies führt am Beginn zu vielfältigen Beeinträchtigungen und später können sogar sehr schwere Folgeerkrankungen entstehen. Unter strikter glutenfreier Ernährung erholt sich die erkrankte Dünndarmschleimhaut in der Regel wieder. Bei zu später Diagnose ist eine Heilung nicht mehr möglich.

Verbotene Lebensmittel:
Weizen, Roggen, Gerste, Dinkel, Grünkern, Kamut, Einkorn, Emmer und Hafer, d.h. alle daraus hergestellten Lebensmitteln wie Mehl, Grieß, Malz, Brot, Gebäck, Teigwaren, Knödel, Soßen, Kuchen, Waffeln usw.

Erlaubte Lebensmittel:
Reis, Mais, Hirse, Buchweizen, Kartoffeln, Soja, Gemüse, Obst, Milch, Eier, Fleisch, Fisch usw.

Glutenfreie Lebensmittel sind mit dem Internationalen Glutenfrei-Symbol, der durchgestrichenen Ähre, gekennzeichnet. Bei der Zubereitung von glutenfreien Speisen muss eine mögliche Kontamination mit glutenhältigen Zutaten vermieden werden.