REDUKTIONSKOST

(Die Reduktionskost, im Volksmund auch Diät genannt, dient nur einem Zweck: Gewicht zu reduzieren bzw. abzunehmen um damit gesundheitliche Risiken des Übergewichts zu beheben bzw. vorzubeugen.)

Patienten mit starkem Übergewicht sollten zum Arzt!
Neben den ästhetischen Gründen bringt Übergewicht eine Reihe gesundheitlicher Risiken mit sich. Übergewicht ist häufig die Ursache von Folgeerkrankungen wie Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Gicht, Arthritis, Herz- und Kreislauferkrankungen und Bluthochdruck.

Auch wenn Sie nach dem Lesen dieser Seite ein bisschen mehr über Risiken und Nebenerscheinungen wissen, so ist ein regelmässiger Arztbesuch zur Kontrolle nicht zu ersetzen.

Ziel
Ziel ist, das Gewicht durch eine unter dem Bedarf liegende Kalorienzufuhr langsam zu reduzieren. Ein halbes bis ein Kilo Gewichtsabnahme pro Woche sind anzustreben. Ist das Wunschgewicht erreicht, muß die Energiezufuhr auf Dauer dem Bedarf angepaßt werden.

 

Eine Reduktionskost ist meistens zwecklos, wenn der Abnehmende nicht gleichzeitig lernt, seine (dem Übergewicht häufig zugrundeliegenden) Probleme zu bewältigen oder neue Ernährungsrichtlinien erlernt, die es ihm ermöglichen, sein erlangtes Normalgewicht auch in Zukunft zu halten.

Prinzip der Ernährung
Die optimale Reduktionskost
- ist reduziert in ihrem Energiegehalt, reich an komplexen Kohlenhydraten und extrem fettarm. - ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und Ballaststoffen, - liefert 2-3 Liter Trinkmenge täglich, - sorgt für eine ausreichende Sättigung, - und kann über eine längere Dauer eingehalten werden.
Energiezufuhr
500-1000 kcal weniger als der Bedarf, mindestens aber 1000 kcal pro Tag.
Mahlzeitfrequenz
Häufige kleine Mahlzeiten (5-6 pro Tag) fördern die Sättigung, unterstützen die Gewichtsabnahme.


Lebensmittelauswahl
Grundlage der Kost bilden: > Vollkornprodukte und Kartoffeln, > frisches Gemüse und Obst, > fettarme Milch und Milchprodukte, > Wasser, > Früchte- und Kräutertee.

 

Als Ergänzung dürfen in reduzierten Mengen gegessen werden: > fettarmes Fleisch- und Fischsorten, > hochwertige Koch- und Streichfette.

Überflüssig und weitgehend zu streichen sind: > Zucker, > Süßigkeiten, > zuckerhaltige Speisen und Getränke, > alkoholische Getränke, > größere Mengen an Kochsalz und salzhaltige Gerichte.

Zubereitungstechniken
Zubereitungsverfahren die ein Garen ohne Fett ermöglichen, wie Backen, Dämpfen, Dünsten, Grillen, Kochen, Garen in der Folie oder im Mikrowellengerät. Gemüse, in Form von Frischkost bereitet.

Ursachen von Übergewicht
Ursache von Übergewicht ist grundsätzlich eine positive Energiebilanz, d.h. der Mensch nimmt mehr Energie über seine Nahrung auf, als der Körper verbraucht. Die überschüssige Energie lagert der Körper in Form von Fett an.

Eine positive Energiebilanz kann viele Ursachen haben.

Oft sind Ursachen wie Stress, Kummer, Langeweile, Minderwertigkeitsgefühle, Einsamkeit oder Liebesentzug Grund für eine Gewichtszunahme. Häufig ist auch eine Kombination aus diesen Faktoren Grund für Übergewicht. Zudem trägt häufig ein gestörter Hunger-/Sättigungsmechanismus zum Übergewicht bei.

Übergewichtige merken oft nicht, wann sie satt sind. Sie hören dann auf, wenn von Aussen Signale gesetzt werden (die anderen hören auf, die Teller und Schüsseln sind leer, usw.) und nicht, wenn sie sich selbst satt fühlen.

Grundlage für ein solch gestörtes Essverhalten werden meist schon in der Kindheit gelegt ("Du isst deinen Teller leer!") und sind später nur schwer zu korrigieren.

Hormonstörungen dagegen spielen bei den meisten Übergewichtigen kaum eine Rolle, obwohl sie gerne als Ausrede hergenommen werden.