DIABETES MELLITUS

Die Stoffwechselerkrankung Diabetes mellitus wird in zwei Formen unterteilt.

Typ-1-Diabetes - entsteht durch den Mangel des Hormons Insulin. Die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse werden durch körpereigene Abwehrstoffe, die Antikörper, zerstört. Dies ist der klassische Insulinmangeldiabetes, der meist im Kindes- oder Jugendalter beginnt.

Typ-2-Diabetes - entsteht zum einen durch eine verminderte Empfindlichkeit der Körperzellen auf Insulin, zum anderen führt eine jahrelange Überproduktion von Insulin zu einer "Erschöpfung" der insulinproduzierenden Zellen. Der Typ-2-Diabetes wird auch als Altersdiabetes bezeichnet, da er meist erst im Erwachsenenalter beginnt.

Schwangerschaftsdiabetes - tritt in der Schwangerschaft auf und verschwindet dann wieder.

Entstehen
Das Hormon Insulin wird in der Bauchspeicheldrüse gebildet. Alle Körperzellen benötigen Insulin, um Zucker aus der Blutbahn aufzunehmen. In der Zelle wird der Zucker zu Energie verbrannt. Kann der Zucker nicht von den Zellen aufgenommen werden, steigt die Zuckerkonzentration im Blut an. Ist eine bestimmte Konzentration des Zuckers im Blut überschritten, gelangt der Zucker in den Harn und wird ausgeschieden.

Der normale Nüchternzuckerwert bewegt sich zwischen 70 - 110 mg/dl Blut.


Symptome
Folgende Symptome treten bei erhöhtem Blutzucker auf:
> Häufiges Wasserlassen (Polyurie)
> Starker Durst (Polydipsie)
> Geringer Appetit und Gewichtsverlust, Heißhungerattacken (besonders zu Beginn der Krankheit)
> Abgeschlagenheit, Müdigkeit und Kraftlosigkeit
> Mundtrockenheit und nächtliche Wadenkrämpfe

Diese Symptome sind sowohl beim Typ 1 als auch Typ 2 vorhanden, doch bei DiabetespatientInnen mit Typ 1 entwickeln sich die Symptome im Laufe von einigen Tagen bis zu wenigen Wochen. Typ-2-Diabetes entwickelt sich hingegen meist über einen weit längeren Zeitraum (bis zu zehn Jahren); dabei zeigen die Erkrankten zunächst lange Zeit keine oder geringe Symptome.

Für DiabetikerInnen ist die genaue Kenntnis des Nährstoffgehalts von Lebensmitteln sehr wichtig. Nur so ist eine gute Blutzuckereinstellung bei Diabetes möglich. Die Benutzung von der BE-Tabelle sollte für DiabetikerInnen tägliche Routine sein. Mit der BE-Tabelle wird der Umgang mit Diabetes erheblich erleichtert.

Die BE-Tabelle - ein wichtiges Hilfsmittel
Die Broteinheit (BE) ist ein Maß zur Berechnung der Kohlenhydratmenge für die tgl. Menü-Zusammenstellung bei Zuckerkranken.

Die Broteinheit (BE) oder Kohlenhydrateinheit (KHE) ist eine Schätzgröße, die in der Ernährungsberatung für insulinpflichtige Diabetes-PatientInnen eingeführt wurden, um Kohlenhydrate aus unterschiedlichen Nahrungsmitteln entsprechend ihrer Blutzuckerwirksamkeit und der zur Behandlung notwendigen Insulinmenge vergleichen zu können.

In Österreich entspricht:

Eine BE = 12g KH (verwertbare Kohlenhydrate) 
12g KH = 1 Broteinheit (Angaben sind gerundet)


(In der Schweiz gilt das Dezimalsystem, das heißt, ein Brotwert ist dort nur gleich 10g Kohlenhydrate.)
In der BE-Austauschtabelle sind Kohlenhydrathältige Lebensmittel angeführt, die in BE angerechnet werden!