CHOLESTERIN

Hypercholesterinämie (Erhöhter Cholesterinspiegel)

Patienten mit erhöhtem Cholesterin müssen zum Arzt !
Hypercholesterinämie ist eine Erkrankung mit Ursachen und Nebenerscheinungen, die nur ein Arzt genau festellen und behandeln kann. Auch wenn Sie nach dem Lesen dieser Seite sicherlich ein bisschen mehr über diese Krankheit wissen, so ist ein regelmässiger Arztbesuch zur Kontrolle nie zu ersetzen.


Was ist Cholesterin?
Cholesterin ist ein Fettbaustein des Körpers. Es ist zusammen mit einer anderen Fettart, den Triglyzeriden, wichtiger Bestandteil der Zellmembranen, die jede Zelle des Körpers umgeben. Außerdem ist es Grundbaustein für einige lebenswichtige Hormone und spielt eine entscheidende Rolle im Energiehaushalt.

Die Leber stellt aus Cholesterin Gallensäuren her. Sie werden über die Gallenblase in den Darm entleert und sind dort bei der Verdauung der aufgenommenen Fette von Bedeutung.
Der Cholesterinspiegel hängt von der Cholesterinzufuhr durch die Nahrung ab. Auch die Produktion körpereigenen Cholesterins in der Leber spielt eine Rolle. Im Blut ist das Cholesterin an bestimmte Proteine (Eiweißstoffe) gebunden. Diese Verbindungen heißen Lipoproteine, da sie aus Fett und Eiweiß bestehen. Entsprechend der Aufteilung von Fett- und Eiweißanteil spricht man unter anderem von LDL- und HDL-Cholesterin. Während sich zu viel LDL schädlich auswirkt, ist HDL gesund.

 

Was versteht man unter dem Cholesterinspiegel?

Der Cholesterinspiegel gibt die Gesamtmenge an Cholesterin im Blut an, einschließlich HDL- und LDL-Cholesterin. Diese Menge wird in Milligramm pro Deziliter (mg/dl) oder Millimol pro Liter (mmol/l) angegeben.

Werte: Mit zunehmendem Alter steigt der Cholesterinspiegel, so dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung über 45 Jahre einen Cholesterinspiegel von über 210 mg/dl (5,5 mmol/l) hat.
Nur zehn Prozent dieser Altersgruppe weisen einen Cholesterinspiegel von unter 170 mg/dl (4,5 mmol/l) auf.
Frauen haben generell einen höheren HDL-Cholesterin-Anteil als Männer. Während der Schwangerschaft steigen der Cholesterinspiegel und andere Blutfette an.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat folgende Richtwerte festgesetzt:

Idealwert  weniger als 200 mg/dl (5,2 mmol/l)
Leicht erhöhter Cholesterinspiegel bis 240 mg/dl (6,4 mmol/l)
Mäßig erhöhter Cholesterinspiegel bis 300 mg/dl (7,9 mmol/l)
Stark erhöhter Cholesterinspiegel über 300 mg/dl (7,9 mmol/l)


Wie kommt es zu einem erhöhten Cholesterinspiegel?
Alle Körperzellen haben einen "Fangarm" (Rezeptor), der Fettstoffe, unter anderem das LDL-Cholesterin, aus dem Blut "angelt". Bei Personen mit einer Veranlagung zu erhöhten
Cholesterinwerten (familiäre Hypercholesterinämie) fehlen etwa 50 % aller oder - bei Vererbung von beiden Elternteilen - sämtliche LDL-Rezeptoren. Dadurch kann das LDL-Cholesterin nicht ausreichend aus dem Blut gefiltert werden. In der Folge sammelt sich dieses im Blut, der Cholesterinwert steigt.